Energetische ModernisierungMünchen · Bayern

Modernisierung eines Baujahrs 1991 in München: Struktur der Finanzierung

Fördermittel müssen vor Auftragsvergabe beantragt werden. In München bestimmte diese Regel den gesamten Zeitplan des Vorhabens.

Die Ausgangslage

Eine Eigentümerin, 46 Jahre alt, plante in München den Einbau einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage. Das Gesamtbudget lag bei 40.000 Euro, der Objektwert bei rund 1.350.000 Euro. Die Immobilie ist lastenfrei.

Die Herausforderung

Der Sanierungsstau drückte den Beleihungswert unter den Kaufpreis. Ohne belegte Kostenschätzung hätte die Bank einen pauschalen Abschlag angesetzt, der über den tatsächlichen Sanierungskosten gelegen hätte. Hinzu kam, dass jede weitere erfolglose Anfrage Spuren in der Bonitätsauskunft hinterlassen hätte.

Unsere Lösung

Weil der Spielraum zwischen Objektwert von 1.350.000 Euro und bestehender Restschuld von 575.000 Euro begrenzt war, wurde der Maßnahmenumfang priorisiert: zuerst die Maßnahmen mit dem größten Effekt auf Energieverbrauch und Werterhalt. Nachrangige Positionen wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Der Beleihungsauslauf blieb damit bei rund 46 Prozent. Der Antrag ging bewusst nur an wenige, sorgfältig ausgewählte Häuser in Bayern statt breit gestreut in den Markt.

Das Ergebnis

Kauf und Sanierung wurden in einer Finanzierung über 715.000 Euro zusammengeführt. Es fiel nur eine Grundschuldbestellung an; die Rate beträgt rund 3.130 Euro. Konditionen hängen stets vom Einzelfall, von der Bonität und vom Zeitpunkt ab und lassen sich nicht auf andere Vorhaben übertragen. Ein zweiter Blick auf die Zahlen ersetzte hier die erste, vorschnelle Absage.

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