Beim Gedanken an Aktionäre kommen wohl den meisten Bilder von älteren Herren in feinen Anzügen und mit Aktenkoffern in den Kopf. Heute kann aber jeder selbst zum Aktionär werden – auch Sie. Etwa jeder Fünfte in Deutschland investiert bereits in Aktien; und macht sich damit die Chancen der Börse zunutze.
Möchten Sie in Aktien investieren, sollten Sie sich in Ruhe mit der Thematik beschäftigen und Ihnen ein fundiertes Wissen zur Börse und Aktienkursen aneignen. Denn Aktien haben eine hohe Renditechance, aber auch ein ebenso hohes Verlustpotenzial. Wer sich aber mit Aktien und anderen Sparprodukten auseinandersetzt, erkennt schnell, es lohnt sich. Wertpapiere sind für eine langfristige Kapitalanlage ideal und passen in nahezu jedes Portfolio. Ihre Kredithaus24-Berater beraten Sie und prüfen für Sie mögliche Kapitalanlagen. Perfekt, für den Vermögensaufbau oder Ihre Altersvorsorge.
Was sind Aktien?
Aktien werden von Unternehmen herausgegeben, um sich Kapital von Investoren zu beschaffen oder um das Grundkapital zu erhöhen und weiter zu wachsen. Eine Aktie zu besitzen bedeutet, Miteigentümer eines Unternehmens zu sein und ein Teilhaberecht an einer Aktiengesellschaft (AG) zu haben. Kaufst Sie eine oder mehrere Aktien an der Börse, werden Sie Aktionär und sind im Besitz eines (kleinen) Anteils des Unternehmens. Je mehr Aktien einer Gesellschaft in Ihrem Besitz sind, desto größer ist Ihr Anteil an dem Unternehmen.
Je nach Aktie und Unternehmensstruktur darf ein Miteigentümer an Hauptversammlungen teilnehmen und in der Unternehmenspolitik mitbestimmen. Sogenannte Großaktionäre, denen etwa ein zweistelliger Anteil oder die Mehrheit des Unternehmens gehört, haben den meisten Einfluss.
So funktionieren Aktien als Kapitalanlage
Vor allem große Firmen und immer mehr Start-ups haben auch viele Kleinaktionäre. Dabei handelt es sich um Sparer wie Sie und uns, die Aktien als Kapitalanlage nutzen. Sie profitieren, wenn die Geschäfte gut laufen und der Aktienkurs an der Börse steigt. Ziel ist, Aktien zu einem höheren Preis zu veräußern, als sie erworben wurden.
Zu den „bekanntesten“ Aktien auf dem Kapitalmarkt gehören die Unternehmen Apple, Adidas, Allianz, Amazon, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Lufthansa, Microsoft, Nike, SAP und Siemens. Immer wieder rücken einzelne Branchen schlagartig in den Fokus – zuletzt etwa Energie, Rüstung und künstliche Intelligenz. Auch die Nachfrage nach „grünen Aktien“ – Unternehmen, die bspw. Klimaziele verfolgen – hält an.
Aber nicht nur die Wertsteigerung der Aktien bringt den Anlegern Renditen, sondern auch die Dividende. Verzeichnet das Unternehmen Gewinne, wird ein Teil davon anteilig an die Aktionäre ausbezahlt (=die Dividende). Umso besser das Unternehmen läuft, desto höher also die Ausschüttungen. In welcher Höhe und ob überhaupt Dividenden ausgezahlt werden, wird wiederum auf der Hauptversammlung durch die Aktionärsgemeinschaft entschieden.
Wie wird der Wert einer Aktie bestimmt? Wie geraten Aktienkurse ins Schwanken?
Geht es dem Unternehmen finanziell gut, steigt sein Aktienkurs. Allerdings sind Kursschwankungen bei Aktien völlig normal. Denn die Kurse spiegeln nicht nur den Wert des Unternehmens wider, sie werden durch verschiedene äußere Einflüsse gelenkt.
Angebot und Nachfrage
Wie auf dem freien Markt üblich, bestimmen Angebot und Nachfrage den Aktienwert. Damit Sie eine bestimmte Aktie kaufen können, muss ein anderer seinen Anteil verkaufen. Werden mehr Anteile gekauft als verkauft, steigt der Aktienkurs an der Börse. Wollen wiederum viele Anleger ihre Aktien verkaufen, sinkt der Kurs. Dadurch kann sich der Wert der Aktien tatsächlich innerhalb weniger Sekunden ändern.
Entwicklung des Unternehmens
Selbstverständlich ist auch die allgemeine Entwicklung des Unternehmens entscheidend, denn Umsatz, Gewinne und Profitabilität sind für Investoren relevant. Allerdings liegt die Betrachtung nicht zwingend in der Vergangenheit, sondern vielmehr in der Zukunft. Ist davon auszugehen, dass ein Unternehmen bspw. durch Gesetzesbeschlüsse zukünftig weniger Gewinne machen wird, sinkt der Aktienkurs.
Politik und Wirtschaft
Gesetzesbeschlüsse können Aktienkurse erheblich zum Schwanken bringen. Werden innerhalb der Politik Maßnahmen bestimmt, die Einfluss auf ein Unternehmen haben können, kann die Nachfrage sinken und der Kurs der Aktie fällt. Andersrum können Beschlüsse die Profitabilität aber auch ankurbeln. So erging es bspw. zunächst den BioNTech-Aktien, nachdem die Impfpflicht beschlossen wurde. Das Pharmaunternehmen ging als großer Gewinner aus der Pandemie hervor. Als diese aber nicht verlängert bzw. die Pandemiemaßnahmen aufgehoben wurden, sind die Aktienkurse des Impfstoffherstellers massiv gefallen.
Meinungen und Presse
Die öffentliche Meinung nimmt ganz erheblichen Einfluss auf den Aktienwert. So kann schlechte Presse für ein Unternehmen bedeuten, dass sich viele Aktionäre von ihren Anteilen trennen und der Kurs an der Börse sinkt. So kommt es z. B. bei der Lufthansa immer wieder zum Abstieg ihres Aktienkurses, wenn die Verdi neue erschreckende Forderungen stellt. Ein besonders gutes Beispiel ist zudem der Abgass-Skandall 2015 von VW und Audi; Mit der Nachricht, dass die Abgastests manipuliert wurden, sind die Volkswagenaktien teilweise um bis zu 23 Prozent in den Keller gesunken. Grundsätzlich kann eine schlechte Presse bzw. Meinung der Öffentlichkeit zu einer Krise innerhalb des Unternehmens führen, die seine Politik und Profitabilität schwächt. Deshalb ziehen Anleger gerne die Reißleine, bevor ihre Kapitalanlage an Wert einbüßt.
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Jetzt Termin vereinbarenFür wen sind Aktien als Kapitalanlage sinnvoll?
Ob zum Vermögensaufbau oder für die Altersvorsorge, eine ausgewogene Geldanlage setzt sich aus unterschiedlichen Anlageformen zusammen. Jedem Sparer sollte aber mittlerweile klar sein, das Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch kaum Rendite bringen und sich schlichtweg nicht lohnen.
Ein breit gefächertes Aktiendepot hat in den letzten Jahren einen deutlich besseren Wertzuwachs verzeichnet als jedes Sparkonto. Denn Aktien haben sich trotz der Krisen bewährt und warfen selbst im Vergleich zu anderen Wertpapieren wie Staatsanleihen die höchsten Erträge ab. Zwar kann niemand mit Sicherheit sagen, wie sich der Aktienmarkt und die Kurse in der Zukunft entwickeln wird – die Börsenentwicklung bleibt stets ungewiss. Aber ein Muster lässt sich erkennen, werden die Renditen der vergangenen Jahre betrachtet. Fakt ist in jedem Fall, auch trotz steigender Zinsen sind Zinsanlagen noch immer keine rentablen Kapitalanlageformen.
Aktien lohnen sich für alle Sparer, die auf eine breit aufgestellte Kapitalanlage setzen
Eine gute Kapitalanlage setzt sich aus mehreren Anlageformen zusammen. Und dazu gehören auch Aktien. Denn diese Geldanlage bietet zusammen mit gemanagten Fonds die größte Chance auf Rendite. Und wie die Krisen der vergangenen Jahrzehnte gezeigt haben, hat sich der breite Markt bislang von jedem Einbruch wieder erholt – nur nicht auf Knopfdruck und ohne Garantie für die Zukunft.
Aber, vor allem für Anfänger empfehlen wir, Aktien als langfristige Kapitalanlage zu betrachten. Denn durch die lange Geldanlage lassen sich Kursschwankungen und potenzielle Verluste ausgleichen. Das heißt also, Aktien lohnen sich vor allem für junge Leute und Menschen mittleren Alters. Denn sie können auch in risikoreichere Anlagen investieren, um ihr Potenzial höchstmöglich auszuschöpfen.
Wer Aktien für den Aufbau seiner Altersvorsorge nutzen möchte und kurz vor der Rente steht, sollte allerdings vorsichtig sein. Denn bei einer kurzfristigen Geldanlage fallen Kursschwankungen der Aktien mehr ins Gewicht. Hier ist es ratsam, auf sicherheitsorientierte und defensive Anlagen zu setzen. Renten-, Immobilienfonds und Anleihen gehören bspw. zu den moderat sicheren Anlagen. Doch keine Sorgen Sie: Es gibt für jeden Anlagehorizont und jeden Spartyp die passende Anlagestrategie.
Aktien sind grundsätzlich für alle geeignet, die sich die Chancen des Kapitalmarktes zunutze machen möchten. Entscheidend ist aber, nicht wahllos und unüberlegt an der Börse zu investieren, sondern sich beraten zu lassen und einen Experten mit dem Zusammenstellen geeigneter Aktien und des optimalen Portfolios zu betrauen.
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Jetzt Termin vereinbarenVor- und Nachteile von Aktien
Vorteile
Nachteile
Aktien haben als Kapitalanlage die höchste Renditechance. Clever angelegt, können sie deutlich mehr Gewinne einbringen als verzinste Produkte, Anleihen etc.
Aktien sind in gewissem Maße inflationssicher. Denn Unternehmen können steigende Preise mit ihren Endpreisen weitergeben.
Eine Aktien kann jederzeit wieder verkauft werden. Investoren sind also nicht dauerhaft gebunden.
Zusätzlich zur Kurssteigerung lassen sich Gewinne durch Dividenden machen.
Unterschiedliche Unternehmen und Anlageformen ermöglichen es, für jeden Bedarf die passende Anlagestrategie zu wählen.
Aktien unterliegen einem erheblichen Kursschwankungsrisiko. Die Preise entwickeln sich niemals linear.
Es gibt keine Garantien wie es bspw. bei einer verzinsten Rentenversicherung der Fall ist.
Es passiert zwar nur ganz selten, aber grundsätzlich können schwankende Aktien sogar zum Totalausfall führen.
Der wirtschaftliche Erfolg einer Aktie hängt nicht nur von dem Unternehmen, sondern von verschiedenen Faktoren ab wie der Politik und der öffentlichen Meinung.
Vorteile
Aktien haben als Kapitalanlage die höchste Renditechance. Clever angelegt, können sie deutlich mehr Gewinne einbringen als verzinste Produkte, Anleihen etc.
Aktien sind in gewissem Maße inflationssicher. Denn Unternehmen können steigende Preise mit ihren Endpreisen weitergeben.
Eine Aktien kann jederzeit wieder verkauft werden. Investoren sind also nicht dauerhaft gebunden.
Zusätzlich zur Kurssteigerung lassen sich Gewinne durch Dividenden machen.
Unterschiedliche Unternehmen und Anlageformen ermöglichen es, für jeden Bedarf die passende Anlagestrategie zu wählen.
Nachteile
Aktien unterliegen einem erheblichen Kursschwankungsrisiko. Die Preise entwickeln sich niemals linear.
Es gibt keine Garantien wie es bspw. bei einer verzinsten Rentenversicherung der Fall ist.
Es passiert zwar nur ganz selten, aber grundsätzlich können schwankende Aktien sogar zum Totalausfall führen.
Der wirtschaftliche Erfolg einer Aktie hängt nicht nur von dem Unternehmen, sondern von verschiedenen Faktoren ab wie der Politik und der öffentlichen Meinung.
Unterschiedliche Anlagestrategien bei Aktien
Eine Anlagestrategie beschreibt den Plan, nach dem Investoren ihre Entscheidungen für ein Investment treffen. Sie ist auf sie persönlich und ihre Präferenzen zugeschnitten. Die individuellen Ziele sind genauso entscheidend wie die Anlagedauer und die finanziellen Möglichkeiten. Die Anlagestrategie entscheidet auch über das jeweilige Risiko. Ein junger Anleger kann bspw. ein höheres Risiko eingehen als ein älterer Sparer, da sein Anlagehorizont länger ist und mögliche Verluste durch sinkende Kurse an der Börse ausgeglichen werden können.
Die konservative Anlagestrategie:
Der konservative Sparer stellt die Sicherheit der Anlage über die Rendite. Er setzt auf defensive Aktien, die als möglichst krisensicher gelten. Dafür bringen diese Anlagen wenig Rendite. Krisensichere Aktien stammen z. B. aus den Branchen Energieversorgung, Medizintechnik, Pharmazie und Telekommunikation. Rohstoffe, Anleihen und Immobilienfonds runden das Portfolio ab.
Die ausgewogene Anlagestrategie:
Der ausgewogene Anleger schätzt die Sicherheit, mischt seinem Portfolio aber auch Kapitalanlagen mit einer höheren Renditechance – und damit einem höheren Risiko bei. Sie wählen Aktien mit starken Kursschwankungen; denn Schwankungen sind zwar ein Risiko, aber auch chancenreich. Ausgewogene Anleger streuen ihr Kapital allerdings und setzen den größeren Anteil auf sichere Anlagen und Aktien.
Die dynamische Anlagestrategie:
Der dynamische Sparer nutzt die höchstmögliche Chance und setzt bewusst auf ein hohes Chancen-Risiko-Profil. Auf dem Börsenmarkt gelten vor allem Tech-Aktien als risikoreich, ebenso wie junge Start-ups. Allerdings haben diese auch ein immenses Potenzial für hohe Renditen. Profis behalten die Börse, Kurse, Politik, Presse und öffentliche Meinungen im Blick und können auch schon mal kurzfristig in Unternehmen investieren, in denen sie durch die äußeren Gegebenheiten Potenzial erkennen. Dynamische Anleger ohne viel Erfahrung sollten aber auf einen langen Anlagehorizont setzen, damit sie Verluste über die lange Laufzeit ausgleichen können.
Sie können Ihre optimale Anlagestrategie und Aktien finden, indem Sie sich Fragen zu Ihren Präferenzen und Zielen stellen.
Welcher Anlagetyp sind Sie? Erfolgreich ein Portfolio aufbauen
Die passende Anlagestrategie zu finden, besteht aus vier Schritten:
Ziele definieren (Warum möchten Sie Geld anlegen? Was möchten Sie erreichen? Wie viel Kapital brauchen Sie?)
Präferenzen festlegen (Wie groß ist Ihre Risikobereitschaft? Sind Sie bereit, Geld an der Börse zu verlieren oder machen Sie schwankende Kurse nervös?)
Anlagehorizont bestimmen (Wie viel Zeit haben Sie? Können Sie Ihr Kapital langfristig investieren oder ist Ihr Zeitaufwand eher kurzfristig?)
Die richtigen Aktien wählen
Die optimale Anlage wird immer passend zu Ihren Zielen, Präferenzen und Ihrem Anlagehorizont gewählt. Generell investieren wir Ihr Kapital nicht nur in eine Aktie an der Börse, sondern wir streuen Ihr Risiko. Eine gute Kapitalanlage setzt außerdem nicht nur auf Aktien, sondern macht sich verschiedene Instrumente für den Vermögensaufbau zunutze.
Unsere Berater von Kredithaus24 stehen Ihnen zur Seite und finden mit Ihnen gemeinsam Ihre perfekte Anlagestrategie. Sie helfen Ihnen dabei, ein breit gefächertes Portfolio aufzubauen und Ihr Kapital möglichst effizient anzulegen. Wir stehen Ihnen zur Seite – persönlich und digital.
