Fallrealisierung durch KISeligenstadt · Hessen

Digitale Fallakte in Seligenstadt: von der Anfrage bis zur Zusage über 336.000 Euro

Während der Elternzeit ist das Haushaltseinkommen reduziert, die Rückkehr in Vollzeit aber geplant. Für eine Doppelhaushälfte in Seligenstadt wurde bewusst mit dem schwächeren Szenario gerechnet und die Rate darauf ausgelegt.

Die Ausgangslage

Erworben werden sollte eine Doppelhaushälfte in Seligenstadt zum Kaufpreis von 420.000 Euro. Die beiden Antragstellenden, 48 und 42 Jahre alt, arbeiten im Außendienst mit erfolgsabhängiger Vergütung und im Einzelhandel angestellt; eine Person hatte den Arbeitgeber vier Monate zuvor gewechselt und befand sich noch in der Probezeit. Angefragt wurde ein Darlehen über 336.000 Euro bei einem Eigenkapitaleinsatz von 117.500 Euro.

Die Herausforderung

Die Angaben zur Wohnfläche wichen zwischen Exposé, Teilungserklärung und Wohnflächenberechnung um mehrere Quadratmeter voneinander ab. Solche Widersprüche fallen in der Regel erst in der Kreditbearbeitung auf und führen dort zu Rückfragen oder zu einem Sicherheitsabschlag auf den Beleihungswert. Erschwerend wirkte die Erwartung, ein Darlehen über 336.000 Euro innerhalb weniger Wochen verbindlich zugesagt zu bekommen.

Unsere Lösung

Die Einkommensbestandteile wurden einzeln erfasst: Festgehalt, Schicht- und Erschwerniszulagen, Erfolgsbeteiligung und die Einkünfte aus der nebenberuflichen Tätigkeit. Die KI-gestützte Plausibilisierung verglich die Angaben mit den Gehaltsabrechnungen der letzten zwölf Monate und den Steuerbescheiden und wies auf Abweichungen hin, bevor sie in den Antrag wandern konnten. Für die Haushaltsrechnung wurden anschließend nur die Bestandteile angesetzt, die sich über mehrere Jahre belegen lassen – bewusst konservativ und ohne Aufrundung. Das Ergebnis war eine Rechnung, die jede prüfende Stelle nachvollziehen kann: eine Rate von rund 1.710 Euro bei 6.400 Euro monatlichem Nettoeinkommen. Welche Bestandteile davon am Ende angerechnet werden, entscheidet das jeweilige Institut. Die anfängliche Tilgung wurde mit 2,5 Prozent so gewählt, dass Entschuldungstempo und Alltagsbudget im Gleichgewicht bleiben.

Das Ergebnis

Am Ende standen 336.000 Euro bei rund 80 Prozent Beleihungsauslauf und einer kalkulierten Restschuld von 169.000 Euro zum Ende der Zinsbindung. Die zuvor auseinanderlaufenden Angaben zur Wohnfläche waren vor der Einreichung bereinigt worden. Konditionen hängen stets vom Einzelfall, von der Bonität und vom Zeitpunkt ab und lassen sich nicht auf andere Vorhaben übertragen. Die Lösung lag in der Kombination aus sauberer Rechnung und passendem Institut.

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