Fallrealisierung durch KIKöln · Nordrhein-Westfalen

Zeitkritischer Kauf in Köln: KI-gestützte Vorprüfung verkürzt den Weg zur Entscheidungsreife

Schwankende Betriebsergebnisse machen die Einkommensfrage zur eigentlichen Hürde. Die maschinelle Auswertung von Jahresabschlüssen und betriebswirtschaftlicher Auswertung schuf in Köln die Grundlage für eine nachvollziehbare Kapitaldienstrechnung über 641.000 Euro.

Die Ausgangslage

Erworben werden sollte eine Doppelhaushälfte in Köln zum Kaufpreis von 680.000 Euro. Die beiden Antragstellenden, 31 und 25 Jahre alt, arbeiten in der IT-Administration eines Mittelständlers und im Einzelhandel angestellt; eine Person hatte den Arbeitgeber vier Monate zuvor gewechselt und befand sich noch in der Probezeit. Angefragt wurde ein Darlehen über 641.000 Euro bei einem Eigenkapitaleinsatz von 97.000 Euro.

Die Herausforderung

Bei schwankenden Betriebsergebnissen entscheidet die Frage, welcher Gewinn als nachhaltig gilt, über den gesamten Fall. Die drei Jahresabschlüsse enthielten Sondereffekte, die aus den nackten Zahlen nicht erkennbar waren; ohne Aufbereitung hätte jedes Institut mit dem niedrigsten Wert gerechnet. Erschwerend wirkte, dass ein Beleihungsauslauf von rund 94 Prozent den Kreis annahmebereiter Institute spürbar einschränkt.

Unsere Lösung

Parallel zur Bankauswahl wurde geprüft, welche Förderprogramme für das Vorhaben in Nordrhein-Westfalen in Betracht kommen – nach Objektart, Effizienzstandard, Haushaltsgröße und Einkommensgrenzen. Der maschinelle Abgleich schlug zwei Programme vor, von denen nach fachlicher Prüfung eines tatsächlich passte und mit 138.000 Euro als Baustein innerhalb der Gesamtfinanzierung über 641.000 Euro beantragt wurde. Programmbedingungen, Fristen und Antragsreihenfolge wurden vor der Einreichung gegen die aktuellen Förderrichtlinien gehalten, weil sich diese laufend ändern. Über die Bewilligung entscheidet die Förderbank, über das Bankdarlehen das durchleitende Institut. Die anfängliche Tilgung wurde mit 4 Prozent so gewählt, dass Entschuldungstempo und Alltagsbudget im Gleichgewicht bleiben.

Das Ergebnis

Am Ende standen 641.000 Euro bei rund 94 Prozent Beleihungsauslauf und einer kalkulierten Restschuld von 128.000 Euro zum Ende der Zinsbindung. Die zuvor auseinanderlaufenden Angaben zur Wohnfläche waren vor der Einreichung bereinigt worden. Zinssätze, Beleihungsausläufe und Annahmerichtlinien ändern sich laufend; maßgeblich ist der Stand zum Zeitpunkt der Anfrage. Am Ende stand eine individuelle Lösung statt einer Standardablehnung.

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