Fallrealisierung durch KIKassel · Hessen

Selbstständig in Kassel: maschinelle BWA-Auswertung ersetzt die Schätzung

Während der Elternzeit ist das Haushaltseinkommen reduziert, die Rückkehr in Vollzeit aber geplant. Für eine Doppelhaushälfte in Kassel wurde bewusst mit dem schwächeren Szenario gerechnet und die Rate darauf ausgelegt.

Die Ausgangslage

Erworben werden sollte eine Doppelhaushälfte in Kassel zum Kaufpreis von 360.000 Euro. Die beiden Antragstellenden, 34 und 38 Jahre alt, arbeiten im Außendienst mit erfolgsabhängiger Vergütung und in der Buchhaltung eines Familienunternehmens; eine Person hatte den Arbeitgeber vier Monate zuvor gewechselt und befand sich noch in der Probezeit. Angefragt wurde ein Darlehen über 318.000 Euro bei einem Eigenkapitaleinsatz von 83.500 Euro.

Die Herausforderung

Nach zwei Absagen war unklar, woran die Anfragen tatsächlich gescheitert waren; die Ablehnungsschreiben enthielten keine inhaltliche Begründung. Eine dritte Anfrage ins Blaue hätte die Bonitätsauskunft weiter belastet, ohne die Ursache zu beheben. Gleichzeitig durfte die monatliche Belastung von rund 1.780 Euro den finanziellen Spielraum für den Alltag nicht aufzehren.

Unsere Lösung

Parallel zur Bankauswahl wurde geprüft, welche Förderprogramme für das Vorhaben in Hessen in Betracht kommen – nach Objektart, Effizienzstandard, Haushaltsgröße und Einkommensgrenzen. Der maschinelle Abgleich schlug zwei Programme vor, von denen nach fachlicher Prüfung eines tatsächlich passte und mit 109.000 Euro als Baustein innerhalb der Gesamtfinanzierung über 318.000 Euro beantragt wurde. Programmbedingungen, Fristen und Antragsreihenfolge wurden vor der Einreichung gegen die aktuellen Förderrichtlinien gehalten, weil sich diese laufend ändern. Über die Bewilligung entscheidet die Förderbank, über das Bankdarlehen das durchleitende Institut. Zum Abschluss wurde die Restschuld von 127.000 Euro zum Ende der Zinsbindung offen ausgewiesen, damit die Anschlussfrage nicht überrascht.

Das Ergebnis

Zugesagt wurden 318.000 Euro mit einer Rate von rund 1.780 Euro. Die variablen Einkommensbestandteile wurden nur in der Höhe angesetzt, die sich belegen ließ – die Haushaltsrechnung trägt die Belastung auch ohne sie. Ergebnis und Ablauf hängen von Objekt, Einkommen und Marktumfeld ab und variieren entsprechend. Der Unterschied lag in der Aufbereitung der Unterlagen, nicht im Produkt.

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