Tierarzt in Gießen: Immobilienkredit trotz junger Praxis
Eine angestellte Ärztin in Gießen finanzierte ein Reihenendhaus mit 69.500 Euro Eigenkapital bei einem Beleihungsauslauf von rund 90 Prozent.
Die Ausgangslage
Das Ehepaar, 36 und 38 Jahre alt, arbeitet als Tierärztin und als medizinische Fachangestellte im Gesundheitswesen. In Gießen sollte ein Reihenendhaus zu 380.000 Euro erworben werden. Das gemeinsame Nettoeinkommen liegt bei rund 5.000 Euro monatlich.
Die Herausforderung
Bei einer erst zwei Jahre alten Praxis lag nur eine kurze eigene Ertragshistorie vor. Viele Kreditrichtlinien verlangen bei Selbstständigen drei Jahre und unterscheiden dabei nicht nach Berufsgruppe. Zusätzlich mussten die Unterlagen so aufbereitet werden, dass die Bank ohne Rückfragen entscheiden kann.
Unsere Lösung
Die betriebliche Kreditlinie blieb bewusst unberührt: Die Immobilienfinanzierung wurde ohne Verknüpfung mit betrieblichen Sicherheiten aufgesetzt, sodass private und betriebliche Sphäre getrennt bleiben. Angefragt wurden ausschließlich Institute, die auf eine Gesamtbetrachtung aller Engagements verzichten. Der Beleihungsauslauf lag durch den Einsatz von 69.500 Euro bei rund 90 Prozent. Parallel wurde der Zeitplan bis zur Auszahlung rückwärts geplant, damit die Termine in Gießen eingehalten werden konnten.
Das Ergebnis
Bereitgestellt wurden 341.000 Euro ohne Verknüpfung mit betrieblichen Sicherheiten. Die Kreditlinie der Apotheke blieb unberührt. Ergebnis und Ablauf hängen von Objekt, Einkommen und Marktumfeld ab und variieren entsprechend. Am Ende stand eine individuelle Lösung statt einer Standardablehnung.
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